Mentale Stärken nach der Trennung vom Partner-Tipps

Mentale Stärken bei der Trennung vom Partner - Teil 1

Was sind mentale Stärken?

Jede Eigenschaft, die uns in irgendeinem Lebenskontext hilft, ist eine mentale Stärke. Somit gibt es keine starre Definition. Es geht um:

…konstruktiver Umgang mit Niederlagen, Resilienz, die Fähigkeit ruhig und konzentriert zu bleiben, Selbstsicherheit, Entschlossenheit, Konzentrationsfähigkeit und vieles mehr (Jones, Hanton & Connaughton, 2002, aus https://thepsychologist.de/mentalestaerke).

Im Grunde geht es darum mit Druck, Angst und Stress gut umzugehen und „erfolgreich“ die Situation zu meistern.

Die mentalen Stärken des Einzelnen sind auch keine feste, fixe „Größe“, sondern sie variieren. Manchmal sind wir „besser drauf“ und können Schwierigkeiten ganz leicht „wegpacken“, und ein anderes Mal kann uns eine Kleinigkeit „umhauen“.

Ziel des Mentaltrainings ist öfters und schneller die mentalen Stärken zu erlangen: d.h. Schwierige Situationen zu meistern.

Der erste Schritt ist sich bewusst und klar zu werden darüber:

  • Was genau ist mein Problem in der bestimmten Situation?

  • Wie reagiere ich: emotional und körperlich?

  • Was tue ich als Reaktion? Was ist mein konkretes Verhalten?

Erst im zweiten Schritt können wir die konkreten mentalen Stärken ausbauen und stärken.

Dein Nutzen durch die Artikelreihe: „Mentale Stärken und Trennung vom Partner“

Die meisten Trennungen wirbeln das Leben durcheinander und lösen großen Stress und Ängste aus.

Wie können wir eine Trennung gut und schnell überwinden? Wie können wir die nötigen mentalen Stärken finden?

In dieser Artikelreihe wirst du viele Informationen und Tipps zum Thema Umgang mit einer Trennung vom Partner erhalten, die folgende mentale Stärken aufbauen wird:

  • Klarheit und Bewusstsein über deine eigenen Gefühle und Reaktionen

  • Orientierung und mehr Sicherheit in einer sehr turbulenten Krise

  • Wertschätzung für dich selbst

  • Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein

  • Hoffnung und Optimismus

Ich gebe hier Tipps und Anregungen, die jeder für sich überprüfen und auch justieren/anpassen muss. Und manches wird für dich vielleicht gar nicht passen.

Trennung vom Partner

Arten einer Trennung

Obwohl jede Trennung ihren ganz eigenen „Charakter“ und „Geschmack“ hat, gibt es vier Arten von Trennung:

  1. Dein Partner trennt sich von dir ganz überraschend.

  2. Du trennst dich vom Partner, nach einem längeren Überlegen.

  3. Du trennst dich plötzlich vom Partner, weil er oder sie z.B. untreu war.

  4. Ihr entscheidet einvernehmlich euch zu trennen.

Die Phasen nach einer Trennung

Nach einer ungewollten Trennung gehen wir emotional durch mehrere Phasen durch. Jeder Trennungsprozess ist individuell unterschiedlich. Es gibt jedoch typische Phasen. Zwischen den Phasen gibt es keine scharfen Grenzen, und man kann sich auch mehrmals zwischen den Phasen hin und her bewegen.

Die Phasen sind:

  1. Phase: Schock
  2. Phase: Existenzielle Krisensituation und tiefe Trauer
  3. Phase: Übergangssituation mit viel Klärungsbedarf
  4. Phase: Annehmen und loslassen
  5. Phase: Freude, Optimismus, Neubeginn

Mentale Stärke Nr. 1: Lerne deine Gefühle wert zu schätzen

Unsere Gefühle, auch die s.g. negativen und unangenehmen Gefühle haben nur eins „im Kopf“: sie wollen unser Überleben sichern! Somit sind alle Gefühle mentale Stärken, auch wenn es sich manchmal nicht so anfühlt und im üblichen Sinne, nicht so verstanden wird .

Wie das, fragst du?

Gefühle sind starke Signale. Sie sind da, um uns zu zeigen:

  • ob etwas gut für uns ist, damit wir es wiederholen

    • z.B. Freude, Genuss

  • oder ob etwas für uns schädlich ist, damit wir es vermeiden

    • z.B. Schmerz, Ekel

    • Wut

Ziel ist, dass wir durch unsere Erfahrungen und die damit verbundenen Gefühlen für die Zukunft lernen, und Gutes wiederholen sowie Negatives vermeiden.

Nehmen wir das Beispiel vom Säbelzahntiger. Nur wer ihn als eine Lebensgefahr identifiziert hat – sprich: existentielle Angst empfand hatte eine Chance zu überleben. Wer sich im Moment des Angriffs weiter sonnte oder entspannt seine Siesta machte, wurde wahrscheinlich gefressen. Und das womöglich noch bevor Zeit war, Nachkommen zu produzieren. Die Angst ist eine mentale Stärke!

Wer etwas Verdorbenes zum Essen fand, aber keinen Ekel spürte, hat es gegessen, und ist krank geworden oder daran gestorben. Der Ekel ist eine mentale Stärke!

Wer ins Feuer greift und sich verbrennt, passt beim nächsten Mal auf, es ja nicht zu wiederholen. Würden wir keinen Schmerz empfinden, würden wir es nicht bis ins erwachsene Alter schaffen, denn der Schmerz ist unser größter Schützer! Das gilt auch für den emotionalen Schmerz genauso. Der Schmerz ist eine mentale Stärke!

Auch die schmerzvollsten Gefühle, haben aus evolutionärer Sicht nur eine gute Absicht: dein Überleben zu sichern. Aus Sicht des Überlebens sind sogar die negativen Gefühle wichtiger als die positiven, denn sie zeigen dir, wo Gefahren lauern. Da, wo alles „gut läuft“, muss man ja nichts ändern.

Wenn du tief im Schmerz der Trennung steckst, ist es nachvollziehbar, dass du diesen Schmerz loswerden willst. Aber vielleicht kannst du trotzdem gleichzeitig einen kleinen Funken Dankbarkeit dafür empfinden, dass du diesen Beschützer hast.

Eine kleine Übung für dich:

Erinnere dich mehrmals täglich, an das oben Beschriebene und an die Funktion des Schmerzes. Beobachte, wie sich im Laufe der Zeit die Stärke deines Schmerzes verändert.

Am leichtesten funktioniert es, wenn du dir feste Zeiten vornimmst (z.B. 1 x morgens, 1 x mittags, 1 x abends). Du kannst dir eine Erinnerung ins Handy programmieren, Notizen an den Spiegel hängen oder eine gute Freundin bitten, dir ab und zu eine Erinnerung zu schicken.

Sage dir den Satz: „Mein Schmerz hat die gute Absicht mich zu beschützen und mein Überleben zu sichern. Dafür bin ich ihm dankbar, auch wenn es sehr unangenehm für mich ist und ich ihn loswerden möchte.“ Natürlich kannst du den Satz so verändern, dass er natürlich und wohltuend für dich wirkt.

Diana

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