Mentale Stärken nach der Trennung vom Partner-Der Schocks

Phase 1 - Am Anfang war der Schock

Mentale Stärke Nr. 2: Klarheit über deine Reaktionen

Eine existenzielle Bedrohung beginnt mit einer negativen Überraschung: mit einem Schock. Der Schock ist oft nur ein kurzer Moment, der unbewusst abläuft, jedoch im Körper gespeichert bleibt.

Was passiert bei einem Schock?

Wir halten die Luft an – das führt zu einem höheren Puls – wir verspannen, erstarren, blockieren uns.

Wir sind genetisch auf diese Reaktion programmiert. Der Schock bringt uns in eine Starre, bis wir alle Informationen haben, um zu wissen, wie wir reagieren müssen, um unser Leben zu schützen.

Du hast auch so reagiert, als du die unangenehme Überraschung der Trennung erfahren hast. Auch, wenn es dir erst mal gar nicht bewusst ist.

Wir gehen wieder zum Säbelzahntiger. Stell dir vor, wie er vor Millionen von Jahren plötzlich vor deinen Ahnen stand. Es war eine existenzielle Bedrohung. Der kurze Augenblick des Schocks (der Starre) war da, um Zeit zu gewinnen und zu checken: Habe ich Zeit zum Rennen oder soll ich mich besser tot stellen?  Und damit die richtige Entscheidung fürs Überleben treffen zu können.

Tipp für den verlassenen Partner:

Gehe in dich, erinnere dich an den Moment, als dein Partner dir mitteilte, dass er sich trennt. Versuche dich an den Schock zu erinnern.

  • Wie hast du reagiert?
  • Welche Bewegung bzw. Geste hast du gemacht?
  • Wie hast du geatmet?
  • Was hast du angespannt?
  • Wie war dein Puls?

Mentale Schwächen

Alle Emotionen und Schocks werden körperlich gespeichert, und wirken weiterhin unbewusst. Das bedeutet nicht, dass wir nicht wieder „funktionieren“ und leben können. Aber wir machen es mit angezogener Handbremse. Oder wir werden in kritischen Situationen emotionaler Natur getriggert: Unser Unterbewusstsein wird an den schockierenden, existentiell bedrohlichen Moment erinnert und ruft die Reaktion von damals wieder auf. Wir fallen wieder in die innere Starre und können zumindest erstmal unsere Reaktion nicht bewusst wählen. Vielleicht wunderst du dich über dich selbst, verstehst deine „Empfindlichkeit“, plötzliche Traurigkeit und innere Leere nicht. Oder du schützt dich selbst davor, wieder in eine solche Situation zu geraten, indem du Nähe gar nicht mehr zulässt. Aber natürlich fehlt etwas, und das spürst du auch. So kannst du in einen Kreislauf aus Schutzreaktion und darauffolgendem Unverständnis oder Ärger dir selbst gegenüber geraten.

Um dir die Wirkung dieser inneren Verspannungen zu verdeutlichen, spanne dich bitte an. Du kannst gerne übertreiben, damit es in kurzer Zeit spürbar wird. Mache jetzt deine üblichen Tätigkeiten: gehen, am PC arbeiten, kochen etc.

Wie fühlt sich das an?

Anstrengend oder?

Die Anspannung aus der traumatischen Trennungssituation ist in Realität nicht so konzentriert und bewusst spürbar. Aber sie hält viel länger an. Du verbrauchst unglaublich viel unbewusste Kraft um diese Spannung zu halten, und bist im Grunde blockiert. Du fährst dein Leben mit angezogener Bremse!

Die Auswirkung in deinen Leben ist: mentale Schwäche, Blockaden, Stress, Ängste uvm.

Mentale Stärken ermöglichen

Indem du dir dieses Schocks bewusst wirst, kann es sein, dass er sich zumindest teilweise, auflöst. Ein anderer möglicher Effekt ist, dass du schneller erkennst, wann du in diesen angespannten Zustand verfällst. Mit der Erkenntnis, was da passiert, und dass dein Körper nur dein Bestes will, kannst du die emotional anstrengende Situation leichter annehmen und in der Folge auch leichter loslassen. Wenn wir unsere Emotionen gespürt und wahrgenommen haben, können sie auch wieder gehen – denn ihre Botschaft ist angekommen!

Ein großer Aspekt der Heilsamkeit von Therapie und Coaching ist das Bewusstwerden von innerer Anspannung und von Dynamiken, die immer wieder zu dieser Anspannung führen. Dadurch werden Veränderungen möglich.

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